Wie wir Störungen erkennen
Die Hauptquelle sind die Meldungen der Nutzer, ergänzt — sobald verfügbar — durch komplementäre technische Prüfungen.
1. Meldungen der Community
Jeder Besucher kann über den Button auf jeder Dienst-Seite ein Problem melden. Die Meldung wird sofort:
- mit Datum und Uhrzeit sekundengenau erfasst;
- nach Stadt zugeordnet über die IP-Header von Vercel, ohne die IP-Adresse zu speichern;
- nach Symptomtyp klassifiziert: Anmeldung, Zahlung, App, Website, Netz, Verbindung, TAN/Freigabe;
- bei Telekommunikationsanbietern getrennt nach Festnetz und Mobilfunk.
Diese Daten bilden die Hauptgrundlage der Analyse: Sie werden nach Stunden aggregiert und aufbewahrt, um eine historische Baseline aufzubauen.
2. Automatische Pings (technisches Monitoring)
Ergänzend zu den Meldungen können — sobald aktiviert — technische Prüfungen die Erreichbarkeit der Dienste per HTTP-Anfragen kontrollieren. Das ist ein zusätzliches Signal: Zum Start basiert der Status hauptsächlich auf den Nutzermeldungen. Wenn die technische Prüfung aktiv ist, können wir pro Dienst erfassen:
- den zurückgegebenen HTTP-Code (200, 503, Timeout …);
- die Antwortlatenz in Millisekunden;
- die etwaige Fehlermeldung.
Pings allein lösen keinen öffentlichen Alarm aus: Sie bestätigen oder verstärken, was die Meldungen der Community bereits zeigen.
3. Offizielle Statusseiten
Zum Start basiert der Status hauptsächlich auf den Nutzermeldungen. Für Dienste, die eine offizielle Statusseite veröffentlichen, können wir — sobald diese Integration aktiv ist — deren Indikator einbeziehen. Vorgesehene absolute Regel: Ein HTTP-Fehler oder ein unerwarteter Indikator der offiziellen API löst keinen Alarm aus; nur eine gültige Antwort mit einem ausdrücklich von „alles in Betrieb“ abweichenden Status wird berücksichtigt — für null Falschmeldungen durch nicht erreichbare Endpunkte.
4. Algorithmus — Nationaler Störungsindex (NSI)
Damit eine einzelne Meldung keinen Fehlalarm auslöst, vergleichen wir das Meldungsvolumen der letzten 2 Stunden mit einer adaptiven Baseline, die aus der Historie des Dienstes berechnet wird.
histMittel2h = gesamtMeldungen / stundenFenster
baseline = MAX(histMittel2h × 1.5, 12)
ratio = meldungen2h / baseline
scoreVolumen = MAX(0, MIN(7.0, (ratio − 1) × 2.0))
scoreImpact = beeinträchtigt × 1.0 + schwer × 2.5
NSI = MIN(10.0, scoreVolumen + scoreImpact)
Die Mindest-Rauschschwelle (hier 12 Meldungen) ist bewusst moderat gewählt: Gerade in der Startphase ist das Volumen geringer, und eine zu hohe Schwelle würde echte Störungen verdecken. Struktur und Transparenz der Berechnung bleiben unverändert.
Der NSI übersetzt sich in Statusstufen: Betriebsbereit, leichte Störung, moderate Störung, erhebliche Störung, schwere Störung (bis NSI 10).
5. Entwarnung und Rückkehr zum Normalbetrieb
Ein Dienst gilt wieder als „Betriebsbereit“, wenn das Meldungsvolumen ausreichend lange unter die Baseline fällt. In den Stunden nach einer erheblichen Störung bleibt eine verstärkte Beobachtung aktiv: Der Dienst bleibt unter Beobachtung, auch wenn der NSI bereits gesunken ist.
6. Hinweise
- Steigende Meldungen: Ein plötzlicher Anstieg löst eine interne Prüfung aus.
- Offizielle Statusseiten: Sobald die Integration aktiv ist, kann ein vom Anbieter bestätigter Vorfall sofort berücksichtigt werden.
7. Grenzen und Transparenz
status-dienste.de kann nicht jede Störung erkennen. Wenig sichtbar bleiben:
- sehr lokale Störungen (eine Stadt, ein einzelner Anbieter, ein Problem des eigenen Anschlusses);
- unauffällige Funktionsfehler, die nur eine Minderheit der Nutzer betreffen;
- auf der Plattform selten gesuchte Dienste, deren Baseline nicht ausreicht.
Unsere Daten spiegeln die auf der Plattform beobachtete Aktivität wider und sind kein vollständiges Audit der Infrastruktur der Dienste. Im Zweifel gilt immer die offizielle Kommunikation des betroffenen Dienstes.
8. Anti-Spam und DSGVO
- Eine Meldung pro Dienst und Stunde: Der Fingerabdruck aus IP + User-Agent wird pseudonymisiert (Hash mit Salt, SHA-256) — es wird keine Roh-IP gespeichert.
- Keine Tracking-Cookies bei den Meldungen.
- Kommentare werden moderiert, bevor sie veröffentlicht werden.
Details zur Datenverarbeitung findest du in der Datenschutzerklärung.